Podcast „Handwerker, die ich kenne" · Folge 47

Oliver Oettgen über Notfälle, Wahrheit und das Wochenende.

38 Min Lauflänge März 2024 Reihe 1 · Familienbetriebe

Im März 2024 war Stefan bei Oliver Oettgen in Kerpen. Sie sind zusammen auf eine laufende Baustelle gefahren — eine 4.200-m²-Logistikhalle, Sanierung im laufenden Betrieb. Im Gespräch geht es um Notfälle, was im ersten Telefonat zählt, warum „akut" für jeden Handwerker etwas anderes heißt — und über die Sache mit dem Sonntag.

HANDWERKER, DIE ICH KENNE
47FOLGE
09:12 38:24

Worum es in dieser Folge geht.

Wir sind morgens um sieben in Kerpen los, mit dem Mannschaftswagen. Oliver hat den Termin frei gemacht, damit ich mitfahren konnte — Logistikhalle in Frechen, akute Stelle am Lichtband, Reparatur im laufenden Betrieb. Unterwegs und auf dem Dach haben wir aufgenommen, wenn es nicht zu laut war. Manchmal ist es laut — dafür entschuldige ich mich gleich vorab.

Im zweiten Teil sitzen wir in der Werkstatt zurück, und Oliver erzählt von dem Anruf, der einen Sonntagabend vor zwei Jahren in eine sehr lange Nacht verwandelt hat.

Hosted by Stefan Haab Gespräch aufgenommen in Kerpen, März 2024. Schnitt: Tonstudio Stieren, Köln.

Kapitel

00:00
Intro — wie ich Oliver kennengelernt habe
2:14
02:14
Im Mannschaftswagen — was eine akute Stelle ist
5:32
07:46
Aufmaß auf dem Dach — wie eine Notabdichtung wirklich aussieht
8:08
15:54
Was im ersten Telefonat wirklich zählt
9:21
25:15
Der Sonntagsanruf — eine Geschichte aus dem Bergischen Land
10:42
35:57
Was Oliver seinen Kunden vor dem Auflegen sagt
2:27

Volltranskript

Automatisch transkribiert und manuell korrigiert. Lesezeit ~ 15 Min.

STEFAN00:00
Oliver, du sitzt mir hier gegenüber, wir sind in Kerpen, in deinem Büro. Vorne im Hof steht ein Lkw mit Bitumenbahnen drauf. Vor mir liegt eine Liste mit dreißig Fragen, die ich dir stellen will. Hör mir mal auf zu lachen, das wird ein langer Tag.
OLIVER00:24
(lacht) Lass uns einfach anfangen. Ich kann zwischendurch nochmal Kaffee holen, wenn's eng wird.
STEFAN00:32
Erste Frage. Du machst Industriedach seit — wie lange? Achtundzwanzig Jahre?
OLIVER00:38
Im Betrieb bin ich seit dreißig Jahren, ja. Aber ehrlich gesagt — seit ich zwölf war, bin ich mit meinem Vater mitgefahren. Das zählt das eigentlich noch dazu? Wenn ich's grob rechne, sind das fünfzig Jahre.
STEFAN01:02
Du sagst, du fährst manchmal noch sonntags raus, wenn was ist. Ist das eigentlich noch normal? Gibt's da eine Schwelle, wo du sagst, jetzt reicht's, jetzt nehme ich nicht mehr ab?
OLIVER01:18
Ja, die Schwelle gibt's. Aber die ist nicht da, wo du denkst. Die ist nicht beim Wochenende. Die ist da, wo ich merke, dass jemand mich nur deshalb am Sonntag anruft, weil er montags zu faul ist, sich darum zu kümmern. Wenn aber wirklich was ist — ein Notfall, ein Schaden, ein älterer Geschäftsführer, der nicht weiterweiß — dann gehe ich ran. Egal wann.

— Das vollständige Transkript hat 38 Minuten, ca. 8.400 Wörter. Hier abgekürzt für die Vorschau.

SO LÄUFT DAS, OHNE PFUSCH
12FOLGE

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